Mit diesem literarisch-musikalischen Programm begann am 13. November 2016 die Konzertgeschichte der Johann-Rist-Gesellschaft. Zehn Jahre später kehrt das Gründungskonzert in die Immanuelkirche am Roland zurück.
Was können Dichter und Musiker dazu beitragen, Frieden zu stiften? In seiner Erzählung Das Treffen in Telgte versammelt Günter Grass die bedeutendsten Dichter und Musiker des deutschen Barock zu einer fiktiven Zusammenkunft im Jahr 1647, kurz vor dem Ende des Dreißigjährigen Krieges. Sie diskutieren über Literatur, Musik und die Zukunft der deutschen Sprache, aber auch über die politischen Verhältnisse ihrer Zeit. Schließlich entsteht ein Friedensmanifest, an dessen Formulierung der Wedeler Pastor und Dichter Johann Rist in Grass‘ Erzählung maßgeblich beteiligt ist.
Das Konzert verbindet ausgewählte Passagen aus Grass‘ Erzählung mit Vokal- und Instrumentalmusik des frühen Barock. Werke von Heinrich Schütz, Claudio Monteverdi, Heinrich Albert, Johann Crüger und weiteren Zeitgenossen treten in einen lebendigen Dialog mit den Texten. Die Musik lässt die Hoffnungen, Ängste und Sehnsüchte jener Zeit lebendig werden – und berührt uns noch heute.
Am Ende erklingt Heinrich Schütz‘ Verleih uns Frieden aus dem Jahr 1648 – ein Friedenswunsch, der uns heute ebenso bewegt wie die Menschen vor fast 400 Jahren.
Mitwirkende
Frieda Jolande Barck, Sopran
Tobias Hechler, Altus
Alexander Tremmel, Tenor
Emanuel Fluck, Bass
Cimbrische Cantorey
Elbipolis Barockorchester Hamburg
Marko Lohmann, Rezitation
Matthias Dworzack, Konzept und Leitung
Konzertinformationen
Sonntag, 8. November 2026, 17 Uhr
Immanuelkirche am Roland, Wedel
Dauer: ca. 90 Minuten, mit Pause
Kartenverkauf:
Eintritt 25 € / Schüler, Studenten 10 €
Tickets bei Reservix
Im Anschluss an das Konzert laden wir Sie herzlich zum traditionellen gemeinsamen Nachklang in die benachbarte Risthütte ein. Seit zehn Jahren gehört dieses gesellige Beisammensein zu den Konzerten der Johann-Rist-Gesellschaft.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!